Archiv der Kategorie: Allgemein

MultiChain Tools erweitert

Auf mehrfachen Wunsch habe ich die beiden Blockchain-Tools „Multichain GUI“ und „MultiChain-API-PHP“ erweitert.

Das Multichain GUI, ein Web-GUI für MultiChain Blockchains wurde mit einer integrierten Access Control versehen, mit der das GUI selbst aber auch die „mc-info“ Funktion, die z.B. für Monitoring verwendet werden kann, mit unterschiedlichen Credentials (Username, Passwort) abgesichert werden können. Weiters wurden die Seiten „info“ und „help“ hinzugefügt.

Weitere Infos und Download: https://github.com/baumann-at/MultiChain-GUI

Beim MultiChain API (eine PHP Klasse, die Aufrufe an das Multichain REST-API kapselt) gab es kleinere Erweiterungen, die die Versionen des Nodes und Protokols bereitstellen. Weiters habe ich Beispiel-Code dazu bereitgestellt.

Weitere Infos und Download: https://github.com/baumann-at/MultiChain-API-PHP

Enjoy …

KAT & AUSTRIAPRO – NFT Workshop

Anfang Mai 2022 fand der Workshop „Mit Non Fungible Tokens digitale Werte sichern, nutzen und verwerten“ statt. Er wurde von der Kreativwirtschaft Austria durchgeführt, wir von der AUSTRIAPRO waren eingeladen, rechtliche und technische Themen beizutragen.

Nach zwei interessanten Tagen mit vielen Präsentationen, Brainstormings und Diskussionen aber auch sehr viel praktischen Beispielen waren alle – nicht nur die 19 TeilnehmerInnen – wieder etwas schlauer.

Die AUSTRIAPRO hatte im Vorfeld schon das „NFT Giveaway“ herausgegeben, ein Geschenk für Mitglieder und Freunde.

Im Workshop wurden von allen Teilnehmern eigene Wallets angelegt und dann gleich mit Kryptowährung – in diesem Fall „Wrapped ETH“ auf der Polygon Blockchain – befüllt. Als Abschluss wurden live 2 NFTs auf OpenSea angelegt und auch gleich gehandelt. „Hands On – learning by doing“ eben.

Teile der Präsentationen wurden nach dem Workshop noch überarbeitet von der AUSTRIAPRO unter https://wko.at/nft publiziert.

Zum Beispiel:

Danke an alle Beteiligten. War echt spannend hier als „Speaker & Live-Trainer“ mitmachen zu können.

Happy NFTing to all 😉

Fermat Faktorisierung

Letztlich von Klaus Schmeh in seiner Crypto Kolumne daran erinnert worden, habe ich mich dann abends hingesetzt und die Faktorisierungsmethode von Fermat implementiert:

https://github.com/chris2286266/fermat-factorizer

Ich weiss, es gibt schon einige Implementierungen, wollte aber trotzdem eine eigene machen 😉

Recht interessant fand ich, dass n=630548215070129547156718332495889632234434145411971275888376987603260225252787926135276738944105689100036295535868141424386536403649578707699128189491432138631900590774729214990015369102760964884776344849717811484309528915040117952098061886881
bereits nach der ersten Iteration „geknackt“ ist …

 

Kurzparken in Wien – v2022

Im Zuge der neuen „Parkraumbewirtschaftung“ in Wien (aka „Parkpickerl“) habe ich das Projekt „Kurzparken in Wien“ (aus dem Jahre 2016!) wieder aufleben lassen und die Daten der Kurzparkzonen mit den ab 28.2.2022 gültigen erweitert.

Die WebApp kann unter https://www4.baumann.at/apps/kpw/ gestartet werden und zeigt eine Wien Karte mit den aktuellen Daten. Kurzparkzonen werden blau dargestellt, Kurzparkstreifen rot. Ein Klick auf eine Zone oder einen Streifen öffnen ein Informationsfenster mit Details. Weiters kann der aktuelle Standort dargestellt werden (Pin links oben), falls der Webbrowser bzw. das Device die Ortung erlauben.

Die Anwendung ist auch im Open Data Österreich Verzeichnis gelistet: https://www.data.gv.at/anwendungen/kurzparken-in-wien/

Viel Spaß damit 😉

Letzte Aktualisierung der Daten: 21.2.2022

Blockchain-Enabled Circular Plastic Supply Chains

Unter diesem Titel fand im Herbst 2021 ein Forschungsprojekt des Austrian Blockchain Center (ABC Research GmbH) gemeinsam mit der WU Wien und der Coca-Cola HBC Gruppe statt. Bei diesem Projekt wurde untersucht, inwieweit die Recycling-Rate von PET Flaschen gesteigert werden kann, indem Blockchain-basierte Incentivierungsmechanismen eingesetzt werden. Das Konzept war wie folgt:

  • Die PET-Flaschen werden mit individuellen Codes ausgestattet (markiert durch QR-Codes), um Tracking & Tracing zu ermöglichen.
  • KundInnen verwenden eine Smartphone-App, um Käufe bzw. Recyclingvorgänge zu dokumentieren.
  • KundInnen erhalten Belohnungspunkte für ihre Akivitäten.
  • Die Belohnungspunkte können für unterschiedliche Incentives (Spenden bzw. Verlosung von Sachpreisen) verwendet werden.
  • Es werden keinerlei personenbezogene Daten verarbeitet.

Um dieses Konzept abzubilden, wurde die Blockchain-Technologie eingesetzt, die Applikation dafür wurde von baumann.at entwickelt. Die Eckpunkte waren:

  • Einsatz einer privaten (Konsortium-) Blockchain um höchste Datenschutzanforderungen zu garantieren.
  • Verwendung von „Proof-of-Authority“ um keinen unnötigen Energieverbrauch wie z.B. bei Proof-of-Work zu erzeugen.
  • Abbildung der Verkaufs- und Recyclingstellen, der Spendenempfänger sowie der (anonymen) UserInnen sowie des Trackings & Tracings in der Blockchain.
  • Abbildung der PET-Flaschen als „Non-fungible-Tokens“ (NFTs) und der Belohnungspunkte als „Reward Tokens“ (fungible Tokens).
  • Aufruf aller Backend-Funktionen über ein API, die perfekte Smartphone-App für die UserInnen wurde von Patrick Taudes (Linkplicity) gebaut.
CPSC Systemarchitektur

CPSC Systemarchitektur (Abbildung © ABC Research)

Die Ergebnisse wurden u.a. am ABC Blockchain Talk #9 – „Towards a Circular Plastic Supply Chain: Blockchain & Recycling“ präsentiert. Ich durfte dabei unter dem Titel „Die Private Sector Blockchain und ihre Verwendung im Projekt CPSC“ über einzelne Aspekte der Implementierung berichten, u.a. die Abbildung von NFTs und FTs in MultiChain basierten Blockchainanwendungen.

Danke an die Kollegen vom Austrian Blockchain Center. War wieder mal ein lässiges Projekt mit Euch …

Node-RED und die DatNoS-Blockchain

Im Rahmen eines Workshops diskutierten wir letztlich, wie man aus Node-RED am besten Daten in eine Blockchain schreiben könnte, um diese Daten unmanipulierbar zu protokollieren und anderen Beteiligten (z.B. innerhalb einer Konsortium Chain) zur Verfügung zu stellen. Als Blockchainsystem sollte „DatNoS“ (Data-Notarization-Service) verwendet werden, ein auf Multichain basierendes System, das z.B. auch vom Projekt „Air-Quality-Chain“ verwendet wird, wo seit fast 3 Jahren Umweltmessdaten protokolliert werden (Details siehe hier).

Also los …

Da DatNoS ein recht schlankes API anbietet, besteht das Zusammensetzen des API-Requests aus lediglich ein paar Zeilen Javascript in einem Node-RED function node.

Dieser Node wird dann in einen Flow eingebaut, der den Request nach Json umwandelt, noch ein API-Token (zur Authentifizierung am Service) ergänzt, das API über https aufruft und den Response anzeigt.

Die Daten wurden damit erfolgreich in der DatNoS-Blockchain in einem sog. Stream abgelegt und können z.B. mit dem DatNoS-Viewer (der natürlich auf ganz einem anderen Blockchain-Node läuft) abgerufen werden.

Mission completed 😉

Edit (26.6.2022): Der Node-RED Flow kann hier heruntergeladen werden. Der enthaltene API-Key ist jedoch deaktiviert, bei Interesse gerne einen neuen anfordern.

 

„Blockchain Initiative Austria“ gestartet

Nach intensiven Vorbereitungsarbeiten in den letzten Monaten wurde im Jänner 2021 der Verein „Blockchain Initiative Austria“ gegründet und die Aktivitäten offiziell gestartet.

Ziel des Vereins ist es, eine organisatorisch/rechtliche Struktur für eine privatwirtschaftliche Konsortium-Blockchain-Infrastruktur zu etablieren, damit Firmen die Möglichkeit haben, an einer solchen Blockchain aktiv mitzuwirken und Anwendungen in einem Echtsystem betreiben zu können. Der Verein soll sich auch um die Unterstützung der Definition und Umsetzung von Anwendungsfällen kümmern.

Der erste Anwendungsfall ist – wie auch bei der „Austrian Public Service Blockchain“ – die „Daten-Zertifizierung“ (auch „Proof-of-Existence“ oder „Dokumenten-Notarisierung“ genannt), bei der digitale Fingerabdrücke von Dateien in der Blockchain hinterlegt werden, um zu einem späteren Zeitpunkt die Unverändertheit der Daten belegen zu können. Eine Referenzimplementierung ist unter https://proof.li im Echtbetrieb verfügbar.

Die Homepage der Vereins mit allen weiteren Infos ist unter https://www.bc-init.at/ erreichbar.

Danke an dieser Stelle an die AUSTRIAPRO für ihre fachliche Expertise und die Zusammenarbeit.

… may the block be with you … 😉

CorIn.at – CoronaInfo-Austria

Am 20.3.2020 wurde CorIn.at gestartet, eine Webanwendung die Daten über die COVID-19 Infektion protokolliert. Die Daten werden in einer Blockchain gespeichert und sind daher unveränderbar (können nicht geändert oder gelöscht werden), sicher (redundant dezentral gespeichert) und transparent (jede/r hat die selbe Sicht auf alle Daten, kann alle Daten abfragen). Zusätzlich wird eine Zeitreihenauswertung von jenen Daten ermöglicht, die periodisch aktualisiert und dabei (z.B. auf der Quellseite) überschrieben werden.

Die Daten können dann abgefragt werden, werden auch z.B. grafisch dargestellt …

Beispiel: Screenshot einer grafischen Darstellung

… oder von anderen Portalen als „Monitor“ eingebunden, z.B. covid19-info.at.

Beispiel: Darstellung als „Monitor“

Derzeit sind die Datenquellen noch etwas „sperrig“ auszulesen, wir warten alle gespannt auf die Open Governmant Data Initiative dazu, die schon seit einigen Tagen angekündigt ist.

News 14.4.2020: Lange erwartet, seit heute (16:54:10) live: Die statistischen Informationen des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) zur Ausbreitung des neuartigen Coronavirus (COVID-19, SARS-CoV-2) sind nun als Open Government Data (OGD) unter der offenen Creative Commons (CC) Lizenz verfügbar (CC-BY-4.0). Details siehe Open Data Österreich.

CorIn.at ist auch auf der Anwendungsseite von Open Data Österreich gelistet.

Mein besonderer Dank gilt meinem Kollegen RBK5, er war von Anfang an aktiv beim Projekt dabei, aber auch allen anderen Supportern. Weitere Details siehe https://CorIn.at .

Mehr Infos bald hier … stay tuned!

Kultur-Token Wien – Testbetrieb gestartet

Am 26. Februar 2020 wurde der Testbetrieb des “Kultur-Token Wien” gestartet – ein “digitales Pilot- und Forschungsprojekt zur spielerischen Belohnung von klimafreundlichem Verhalten.

Im Rahmen des Projektes wird aktive Reduktion von CO2 durch Gehen, Radfahren und die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit virtuellen Token belohnt, die dann in Gutscheine für kulturelle Einrichtungen in Wien eingetauscht werden können.

Die Erfassung des klimafreundlichen Verhaltens und damit die individuelle CO2 Einsparung werden von einer Smartphone-App durchgeführt, wobei die Wahrung von Privatsphäre und der Datenschutz eine wesentliche Rolle spielen.

Screenshot Kultur-Token App

Das Token-Gutscheinsystem basiert auf der Blockchain-Technologie und sorgt für eine automatisierte, unmanipulierbare und anonyme Abwicklung des Gutscheinkreislaufes.

Für die technische Umsetzung des Projektes ist die “MA 01 – Wien Digital” verantwortlich, diese beauftragte den Blockchain-Experten Dr. Christian Baumann (baumann.at) mit dem Feinkonzept und der Implementierung des Blockchain basierten Token-Gutscheinsystems. Baumann setzte das System mit Unterstützung der sehr erfahrenen Blockchain-Entwickler von capacity.at (Andreas Petersson und sein Team) um.

Dabei wurde eine energiesparende „Proof-Of-Authority“ Blockchain (auf Basis Parity-Ethereum) aufgesetzt, es wurden Smart Contracts entwickelt sowie eine mobile Web-App für die Kassen der Kultureinrichtungen programmiert.

Die Smart Contracts decken folgende Funktionalität ab:

  • Abbildung der kulturellen Institutionen sowie deren Kassen
  • Generieren der Blockchain-Token, die die Gutscheine repräsentieren (basierend auf dem Standard ERC721)
  • Validieren der Gutschein-Token und Einlösen durch Transferieren der Token an die Wallet-Adressen der kulturellen Institutionen

Die Gutschein-Token sind kryptografisch abgesichert und anonym, die gesamte Blockchain-Lösung enthält keinerlei personenbezogene Daten!

Der Testbetrieb mit 1000 BürgerInnen läuft ca. 6 Monate und beinhaltet auch eine wissenschaftliche Begleitanalyse durch das Institut für Kryptoökonomie der  Wirtschaftsuniversität Wien.

Links:

Update (16.3.2020): Aufgrund der aktuellen Situation wurde die Testphase ausgesetzt.