Archiv des Autors: C.Baumann

Telegram Bot: Air Quality Vienna

Während der Entwicklung und dem Testbetrieb der Air-Quality-Chain (blockchainbasierte Lösung zur unveränderlichen Speicherung von Messdaten) baute ich im Rahmen eines anderen Projektes einen Proof-Of-Concept mit einem Telegram-Bot. Ich fand die Bot-Programmierung recht witzig und kam auf die Idee, mit der AQC protokollierte Umweltdaten auch per Telegram-Bot abzufragen.

Ich kombinierte also ein paar vorhandene Softwaremodule mit ein paar zig Zeilen neuem Code und … die erste Version des Bots war fertig, ich nannte ihn „Air Quality Vienna Bot“. Zugegeben, der Funktionsumfang ist noch recht bescheiden, in der ersten Version kann man nur die aktuellen Messwerte der 17 Wiener Umweltmessstationen abfragen. Ideen für neue Funktionen gibt es natürlich genug: Zeitreihenauswertungen, Mittelwerte, Maximalwerte, Benachrichtigungen bei Grenzwertüberschreitungen und so weiter. Mal sehen, wann ich dazu komme …

Der „Air Quality Vienna Bot“ ist übrigens unter https://t.me/AirQualityVienna_bot zu erreichen.

Der Screenshot zeigt die Liste aller vom Bot abfragbaren Messstellen, die aktuellen Messdaten und dazugehörigen Grenzwerte aus dem Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) bzw. Informationsschwelle aus dem Ozongesetz (OzonG), weitere Details dazu siehe https://www.wien.gv.at/umwelt/luft/messwerte/grenzwerte.html.

Viel Spaß damit.

Update 1.10.2018: Die Anwendung ist jetzt auch auf data.gv.at – offene Daten Österreichs unter https://www.data.gv.at/anwendungen/telegram-bot-air-quality-vienna/ gelistet.

Datenquelle: Stadt Wien – data.wien.gv.at

Umweltmessdaten auf der Blockchain

Die „Air-Quality-Chain“ ist ein System zur Protokollierung, unveränderlichen Speicherung und dezentralen Verteilung von Umweltmessdaten basierend auf der Blockchain Technologie.

Im aktuellen Testsystem werden u.a. die Messdaten des Luftmessnetzes der Stadt Wien verarbeitet, die an 17 stationären Messstellen zur kontinuierlichen Messung von Luftschadstoffen erhoben werden. Diese Daten werden in 30 minütigen Intervallen im Rahmen von „data.gv.at – offene Daten Österreichs“ veröffentlicht.

Eine AQC-Schnittstelle lädt diese Daten periodisch und protokolliert sie in der AQC-Blockchain, wo sie unveränderlich gespeichert und an alle teilnehmenden Blockchain-Knoten („Nodes“) verteilt werden.

Die grafische Darstellung der Messwerte ist nur ein Beispiel, wie die gesichert protokollierten Daten ausgewertet werden können.

Eine weitere Datenquelle betrifft die „aktuellen Ozondaten Österreich„, die Ozonmesswerte der Messnetze der Ämter der Landesregierungen und des Umweltbundesamtes. Diese Daten werden im Rahmen des „OpenData Portal – Datenkatalog: Luft“ des Umweltbundesamtes zur Verfügung gestellt. Auch hier lädt ein AQC-Script die stündlichen Mittelwerte und protokolliert sie in der AQC-Blockchain.

Die Ozondaten können auf einer Karte dargestellt werden, es ist aber z.B. auch eine Zeitreihendarstellung einzelner Stationen möglich.

Auch die Meßwerte des Strahlenfrühwarnsystems werden im Rahmen der laufenden Tests verarbeitet, d.h. über eine Schnittstelle eingelesen und in der Blockchain protokolliert. Als Beispiel können die aktuellen Daten der derzeit 111 Stationen auf einer AQC-Kartendarstellung angezeigt werden, ähnlich der offiziellen Darstellung des BMNT.

Im Rahmen des aktuellen Testsystems ist der Zugriff auf die Air-Quality-Chain nur für definierte Teilnehmer möglich. Im kommenden Echtsystem wird diese Beschränkung aufgehoben, d.h. jeder Interessierte kann einen Blockchain-Node betreiben und auf die gespeicherten Daten uneingeschränkt zugreifen.

Webinar „Digitalisierung – Blockchain“

Im Rahmen des Immo-Webinars „Digitalisierung – Blockchain“ konnte ich im Gespräch mit Mag. Heimo Rollett die technischen Grundlagen von Blockchains erläutern, die Abgrenzung Bitcoin – Blockchain, die Haupteigenschaften von Blockchains und Grundlagen über die notwendige Kryptografie. Heimo Rollett ergänzte noch einige sehr interessante Aspekte aus dem Immobilienbereich – siehe auch seinen Blogbeitrag dazu.

War eine interessante Erfahrung, danke an immowebinar.at, das Team von m|mint und natürlich an Mag. Heimo Rollett.

Crypto-currencies hidden in Lego artworks

Two days ago I read this article in „Klausis Krypto Kolumne“. It is about artist Andy Bauch, who created Lego mosaics with hidden data in it. Decoding the data should lead to private keys for crypto-currencies …

After a little brainstorming I managed to crack the code of the picture Bitcoin Initially Valued at $20, 2016, but when looking up the calculated Bitcoin Address (1NmxAV1ze28U4Uuqg2fH1JTB8NtWKvTyhM) in a Blockexplorer, I had to recognize, that the value was already withdrawn. After googling the decoded private key (S49JAsn794iqvr6sTodXfdf41NCFaD) I found an russian article on medium.com, explaining the decoding process of all the Bitcoin series. Further information I then found here.

So some clever guys had done it three weeks ago and collected Bitcoins worth USD 10.000,- Congratulations!


Parallel to the „Bitcoins“ series Andy Bauch also did some artwork including the private keys for other cryptocurrencies. For example Dogecoin initally valued at $10, 2018.

I played around with it yesterday evening: It is a little more complicated to extract the private key (than in the BTC series) and the gained value is far lower, but the fun is the same …

Here my findings for the Dogecoin picture, after locating the relevant area in the picture (see yellow frame):

The information is coded in Base4, using 4 digits per character
Colors: pink: 0, red: 1, blue: 2, grey: 3

This leads to following 204 digits: 031210221101101013020310101113120312030313101013100211131003031312220302102211211322101012321213121213021100112011201303122110111221101310311301121212231213111313031233101112320320031113111013031011200310

This sequence grouped in four digits, converted to Base10 and interpreted as ASCII gives the 51 character private key: 6JQDr4Ev63tGBWC7j2JYzDngfrPXXsiEiGMqfkgWsoEn85uG4X4

This converts to the DOGE Address: DS94PAd6nxxTWSktgHUKkcxxjotSJoWrCW

As expected, the 1,255.3030078 DOGE (valued approx. USD 10,-) also have been collected on 2018-03-24.

But: Did I mention the fun?

😉

Austrian Blockchain Landscape

Letzte Woche wurde die V1.1 der „Austrian Blockchain Landscape“ veröffentlicht. Es handelt sich hier um einen Überblick zu Unternehmen, Plattformen und Institutionen in Sachen Blockchain Entwicklungen in Österreich. Diese Infos werden von der EnliteAI GmbH in Zusammenarbeit mit dem bekannten Blogger & Influencer Robby Schwertner (CryptoRobby) zusammengestellt.

Für mich ist es natürlich eine Ehre, unter der Rubrik „Development & Software“ genannt zu werden!

Austrian Blockchain Center

Jetzt wird es ernst: Die Vorbereitungen für den Förderantrag zur Gründung des COMET K1 Forschungszentrums ABC – Austrian Blockchain Center laufen auf vollen Touren.
Es freut mich, gemeinsam mit Synercon an der Organisation und Moderation der Antragserstellung arbeiten zu können.

Die wissenschaftlichen Partner sind großteils definiert: Prof. Taudes (WU, Institut für Kryptoökonomie) ist für die wissenschaftliche Gesamtleitung verantwortlich, die vier Themengebiete (Areas) werden von Top Researchern der WU Wien, TU Wien, Uni Wien, SBA-Research, FH St. Pölten, dem RIAT … bearbeitet.

Aktuell arbeiten wir an der Gewinnung von Unternehmenspartnern …

Details siehe https://blockchain-center.at/

IOTA Full Node

IOTA zählt heute wohl zu den am meisten polarisierenden Technologien am Sektor der Kryptowährungen.

Mit dem anstatt einer Blockchain eingesetzten „Tangle“ sollen IOTA Systeme Transaktionen „blitzschnell“ verarbeiten und dabei „endlos skalieren“. Da es kein Mining gibt, fallen keine Transaktionskosten an und „quantum proof“ (d.h. die Algorithmen können nicht von – irgendwann kommenden – Quantencomputern gebrochen werden) soll das System auch noch sein.

Da werden natürlich Verfechter der „alten“ Kryptowährungen, die auf Bitcoin- bzw. auf Ethereumtechnologien basieren, nervös und reiten auf diversen Eigenschaften von IOTA herum, ibs. auch auf den Skurilitäten, z.B. der Einsatz von ternärer Logik auf „normaler“ (binärer) Hardware oder eine selbsterfundene Hashfunktion, die sich als kryptografische Schwachstelle herausgestellt hatte.

Wie dem auch sei. Ich finde die Technologie jedenfalls interessant genug, um mich damit zu beschäftigen. Also habe ich Anfang Dezember 2017 mal einen Server („Full Node“) mit IRI (der IOTA Reference Implementation) aufgesetzt. War zwar etwas Bastelei (mittlerweilen gibt es gute Anleitungen) und auch das manuelle Suchen und Konfigurieren von „Neighbors“ (Nodes mit denen sich der eigene zu verbinden hat) ist zumindest ungewöhnlich.

Gut, jetzt habe ich also einen funktionierenden Full Node und unterstütze das IOTA Netzwerk. Mein Wallet (Light Wallet unter Windows, Android muss ich noch testen) kann ich auch damit verbinden und IOTA hin- und herschicken. Sehr spannend 😉

Eigentlich würde ich sehr gerne noch ganz andere Dinge damit ausprobieren, z.B. Daten von IOT-Devices verarbeiten (übertragen, speichern, verkaufen …), was ja der eigentliche Hauptzweck von IOTA sein soll. Das ist aber noch nicht wirklich verfügbar, zumindest nicht für die Allgemeinheit.

Aber wenigstens konnte ich einmal das IRI-API anbinden, an eine simple Webapplikation, mit der man den Status meines Nodes beauskunften kann.

Ich bleibe jedenfalls dran und werde über die Verarbeitung von IOT-Daten berichten, sobald es relevante News gibt.

Also: Stay tuned …

Hacktoberfest 2017

Ja! Heute habe ich es endlich bekommen … das Hacktoberfest – T-Shirt!

My Hacktoberfest Shirt 😉

Aber … der Reihe nach:

Irgendwann im Herbst letztes Jahr fragte mich mein lieber Kollege M. (ja, derselbe wie beim Thema NodeRED & Blockchain – aber das ist eine andere Geschichte), ob ich auch beim Hacktoberfest 2017 mitmachen würde.

Man müsse zwischen 1. und 31. Oktober 2017 mindestens 4 Pull-Requests bei Github machen. 4 Pull-Requests in einem Monat? Natürlich gar kein Problem!

In Summe gab es ca. 31.000 Github-User, die knappe 240.000 Pull-Requests in ca. 64.000 Repositories anlegten. Natürlich waren sehr viele Repositories dabei, die extra für den Contest angelegt wurden (z.B. https://github.com/AliceWonderland/hacktoberfest), aber immerhin …

Eine sehr coole Idee, Opensource populärer zu machen, finde ich. Danke an DigitalOcean und Github dafür. Und natürlich auch für’s T-Shirt 😉

Freue mich schon auf Oktober 2018!

Cryptologic Travel Guide

Ein Reiseführer für Krypto Fans

Als Krypto-Fan lese ich natürlich eines der wichtigsten Blogs zum Thema: Klausis Krypto Kolumne. Vor einigen Monaten publizierte der Author Klaus Schmeh dann eine Liste von Krypto-Sehenswürdigkeiten.

Mit dem Thema Onlinemapping habe ich in anderen Projekten immer wieder zu tun, daher lag die Idee natürlich auf der Hand, die „Liste“ in ein interaktive Online Karte umzuwandeln. Ich wandte mich mit dieser Idee an Klaus Schmeh, der begeistert war …

Ich entwarf also einen Prototypen, der dann in ein paar Iterationen mit Klaus verfeinert wurde. Er pflegte den redaktionellen Content, also die Informationen über die Sehenswürdigkeiten, in der Datenbank ein und am 26. Oktober 2017 wurde das System dann offiziell gestartet.

Die Homepage dazu ist unter https://cryptologictravelguide.com/ zu erreichen.

Der Travel-Guide besteht im Wesentlichen aus zwei Teilen: Das Frontend ist die Kartenansicht für die Besucher der Webseite. Hier sieht man die Locations, Infos dazu und Links zu Klausis Krypto Kolumne.

Cryptologic Travel Guide: Map with sights and detail information

Mit Hilfe des „Lupe“-Symboles (links oben) können Orte und Adressen direkt gesucht werden, mit dem „Layer“-Symbol (rechts oben) können unterchiedliche Darstellungen ausgewählt werden (Karte, Satellit …).

Die Kartenansicht kann direkt mit https://cryptologictravelguide.com/map/ aufgerufen werden.

Im Hintergrund arbeitet ein Datenbanksystem zur Verwaltung der Informationen, bestehend aus einer Listenansicht …

Cryptologic Travel Guide: Backend – List of Crypto sights

… und einer Detailansicht zum Anlegen und Bearbeiten der Locations.

Cryptologic Travel Guide: Backend – Detail data of a Crypto sight

Fazit: Hat mit viel Spaß gemacht, mein Know How auch wieder mal für ein „Hobby-Projekt“ einsetzen zu können, zumal ich dabei einen echten Profi seines Faches – Klaus Schmeh – kennenlernen durfte (zumindest einmal virtuell).

Die ersten Ideen für Erweiterungen gibt es auch bereits, also: stay tuned!